Galerie Birgit Ostermeier
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André Tempel - Plastic Fantastic
26 October - 24 November 2007
 
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André Tempel – Plastic Fantastic

In his exhibition "Plastic Fantastic", André Tempel combines his objects with drawings. The exhibition's title refers ironically to the genre as well as to the more practical application of the material, the world of everyday objects, such as buckets, hoses and other such plastic objects. Developing the idea of flexible line hoses, glue and thread found in his former installations, these flexible lines, in his drawings, keep on forming fantastical hollow bodies on paper. In this way, "Plastic Fantastic" finally becomes a dialogue between object, drawing and exhibition space, showing the complexity and density of Tempels artwork.

André Tempel was born 1970 in Schwerin, studied, but now lives and works in Dresden. This year he has already had a solo show at the Kunstverein Salzgitter (with catalogue) and right now he is taking part in the group show "Wir haben keine Probleme" at the Bergen Kunsthall, Norway.

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André Tempel – Plastic Fantastic

Plastic Fantastic zeigt einen Querschnitt neuer Arbeiten des Dresdner Künstlers André Tempel (*1970). Augenzwinkernd verweist der Titel auf die Arbeitsweise Tempels, welcher „Plastik“ in zweierlei Hinsicht - als Material und als künstlerische Gattung - verwendet.

Tempels Arbeiten reagieren auf den Raum, in dem sie entstehen. Er schreibt seinen Materialien und dem Raum neue Funktionen zu, die, vom Zweck befreit, anderen flexiblen Aufgaben nachgehen. Sie legen Fährten, bilden Indizien, die sich zu Geschichten verdichten.

Vermeintlich altbekannten Gegenständen wird dabei durch deren Konfiguration zu plastisch ungewöhnlichen Ereignissen ein seltsamer Zuwachs an Bedeutung zuteil, mit dem Tempel auf konstruktive und ironische Weise die ästhetischen Möglichkeiten und gestalterischen Qualitäten gegenwärtiger Materialien vorführt und uns humorvoll auf die allgegenwärtigen Phänomene eines industriell geprägten Alltags verweist.

Neben Tempels dreidimensionalen Objekten zeigt er erstmals Zeichnungen, welche einen neuen, bereichernden Blickwinkel auf sein künstlerische Schaffen ermöglichen und als direkte Fortsetzung der dreidimensionalen Objekte verstanden werden können. Seine plastischen Linien, bestehend aus Behältern, Schläuchen, Fäden und Leim, welche temporär ihrer Funktion beraubt werden und Alltagsobjekte, Bäume oder Monumente zweckfrei umwickeln und hervorheben, finden sich in seinen zweidimensionalen Arbeiten in Form gezeichneter Schraffuren wieder. Diese bestehen aus nebeneinander angeordneten zeichnerischen Linien, die in ihrer gleichförmigen Wiederholung zwischen abstrakt und gegenständlich oszillierende Objekte und Hohlkörper erschaffen.

Plastic Fantastic wird auf diese Weise zu einem erkenntnisreichen Dialog zwischen Objekt, Zeichnung und Raum, der die Komplexität und Dichte des Werkes André Tempels unmittelbar erfahrbar werden lässt.

Dieses Jahr war André Tempel u. a. mit einer Einzelausstellung im Kunstverein Salzgitter zu sehen, zu der ein Katalog erschienen ist. Derzeit sind weitere Arbeiten in der Gruppenausstellung “Wir haben keine Probleme” in der Kunsthalle Bergen in Norwegen zu sehen.